Zeitumstellung

Viele Menschen hassen sie, über ihren Sinn oder Unsinn sind die Meinungen geteilt. Schon lange sollte sie abgeschafft werden – aber es gibt sie nach wie vor, schon viele Jahrzehnte lang: Die Zeitumstellung. Bald ist es wieder so weit: In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 30. März 2025, werden die Uhren um 2:00 Uhr auf 3:00 Uhr vorgestellt. Das Ergebnis: Eine Stunde weniger Schlaf und abends länger hell.

Laut der norwegischen Website timeanddate fand die erste experimentelle Zeitumstellung von Winter und Sommerzeit im Jahr 1908 statt – in Port Arthur, heute Bestandteil der Stadt Thunder Bay in Kanada. Ein Jahr zuvor hatte der Neuseeländer George Hudson ein Pamphlet herausgebracht unter dem Titel „The Waste of Daytime“ – „Die Verschwendung des Tageslichts“, in dem er die angeblichen Vorzüge einer solchen Zeitumstellung beschrieb.

Zeitumstellung in Europa heute fast flächendeckend

Allerdings sind am Ende die ersten Länder weltweit Deutschland und Österreich-Ungarn gewesen, die die jährlichen Zeitumstellungen flächendeckend eingeführt hatten. Vor gut 100 Jahren, im Jahr 1916, drehte man hier erstmals an den Uhren. Während der Zeit des ersten und zweiten Weltkrieges wurde die Sommerzeit verwendet – um in den Jahren danach wieder zur Normalzeit zurückzukehren.

Im Jahr 1977 hatten viele europäische Länder die Zeitumstellung eingeführt – „eine energiepolitische Reaktion auf die Ölkrise von 1973. […] Am 6. April 1980 begann in beiden deutschen Staaten simultan die erste Sommerzeitperiode seit dem Zweiten Weltkrieg.“ Die einzigen europäischen Länder ohne diese Zeitumstellung sind Island, Russland und Weißrussland. Obwohl 2019 das EU-Parlament für die Abschaffung der Zeitumstellung gestimmt hatte, ist seither nichts passiert. „Die Mitgliedstaaten konnten sich nicht einigen, ob dauerhaft Sommer- oder Winterzeit gelten soll“, schreibt das Sonntagsblatt.

Probleme der Zeitumstellung

Stiftung Warentest benennt verschiedene Studien, die auf die Problematik der Zeitumstellung aufmerksam machen. So zeige beispielsweise eine Studie der Universität Bologna, dass die Schlaf- und Wachzyklen durch die Umstellung auf Sommerzeit deutlich stärker gestört werden als durch die Umstellung auf Winterzeit. „Und das um fünf Prozent höhere Risiko für einen Herzinfarkt dokumentiert die Studie des Karolinska-Instituts Schweden, einen Anstieg beobachten auch die amerikanischen Kollegen am William Beaumont Hospital in Michigan.“ Studien aus Deutschland beschäftigen sich mit den negativen Folgen für den Biorhythus – unter anderem, wie der soziale Jetlag mit einem erhöhten BMI verbunden ist und somit zur Fettleibigkeit beiträgt. Einsparungen, durch weniger künstliches Licht in den Abendstunden erreicht, würden sich durch früheres Heizen am Morgen wieder aufheben.

Machen Sie für sich das Beste aus der Zeitumstellung!

Vielleicht kann die Zeitumstellung zur Sommerzeit aber auch etwas Gutes für Sie beinhalten: Falls Sie nämlich, die Uhrzeit von der Winter- oder Normalzeit beibehalten, zu der Sie sich normalerweise im Winter schlafen legen, so erhalten Sie eine Stunde mehr Vor-Mitternachtsschlaf. Und der hat viel Gutes – auch wenn viele Quellen das Gegenteil behaupten. Vor mehr als 100 Jahren schrieb die Bestsellerautorin Ellen White, „dass der Schlaf vor Mitternacht viel wertvoller ist als nach Mitternacht. Zwei Stunden guten Schlafes vor Mitternacht sind mehr wert als vier Sunden nach Mitternacht.“ (Manuscirpt Releases Bd. 7, Seite 224) Wenn auch hin und wieder belächelt, wurden die Aussagen Ellen Whites, zum Teil erst viele Jahrzehnte später, von Wissenschaft und moderner Medizin bestätigt. Ihre Ratschläge sind von Gott inspiriert und sind schon vielen zum Segen geworden. Machen Sie das Beste für sich daraus! So kann am Ende noch etwas Gutes sogar aus einer ansonsten unlogischen Zeitumstellung kommen.

StpH, 18.03.2025


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